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Krones halten


01.09.2009
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Gordon Schönell, stuft die Krones-Aktie (ISIN DE0006335003 / WKN 633500) weiterhin mit "halten" ein.

Der Auftragseingang habe sich in Q2 auf 459,5 Mio. EUR belaufen und damit um 11% über dem Niveau aus Q1, allerdings um 27,7% unter dem Niveau des Vorjahresquartals gelegen. Im Berichtszeitraum hätten sich vor allem die Chinesen bestellfreudig gezeigt. Zum Halbjahr habe der Rückgang damit bei 29,7% gelegen, ein Wert mit dem die Analysten im Vorfeld angesichts der Kunden aus der nicht zyklischen Lebensmittelindustrie nicht gerechnet hätten.

Der Umsatz habe in Q2 um ca. 40 Mio. EUR unter dem Niveau aus Q1 gelegen. Hier hätten vor allem die Betriebsferien um Ostern und Pfingsten eine Rolle gespielt. Aber auch der starke Preiskampf in der Branche habe die Umsatzentwicklung belastet. Zum Halbjahr habe der Umsatz 924,4 Mio. EUR (-23,3%) erreicht.

Die Materialkostenquote in Bezug auf die Gesamtleistung habe sich im ersten Halbjahr von 53,1% auf 51,1% verbessert. Die Personalaufwendungen hätten zwar durch die Einführung von Zeitarbeit um knapp 9% gesenkt werden können, die Aufwandsquote aber habe sich von 27,8% auf 35,5% erhöht. Zum Halbjahr habe sich das EBIT auf -17,2 Mio. EUR nach noch 91,8 Mio. EUR zum Halbjahr 2008 belaufen.

Alle drei Geschäftsbereiche hätten in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres Verluste aufgrund der gesunkenen Auslastung sowie des Preisdrucks erwirtschaftet. Zuletzt habe der Vorstandsvorsitzende Kronseder außerbörslich für knapp 2 Mio. EUR Aktien gekauft, ein deutliches Committment zur Gesellschaft und ein positives Zeichen für den Kapitalmarkt.


Für die Analysten überraschend habe der Umsatz im ersten Halbjahr in Deutschland noch um 4% zugelegt. Kleinere Kunden, die in Deutschland überwiegen würden, seien bankenunabhängiger aufgestellt und dadurch investitionsfreudiger. In Europa (ohne Deutschland) dagegen seien die Umsätze um 40% gesunken.

Zu den wesentlichen Wachstumstreibern im Geschäft von Krones würden nach Erachten der Analysten die steigende weltweite Bevölkerungszahl und damit einhergehend ein Anstieg des Konsums von verpackten Getränken zählen. Ausgehend von 6,75 Mrd. Einwohnern Anfang 2009 sei je nach Modell eine Steigerung auf 7,8 bis 11,9 Mrd. Erdbewohner möglich. Nach Schätzungen von Euromonitor und Krones werde der Konsum von verpackten Getränken allein in 2009 weltweit um 3,2% steigen.

Als Global Player werde Krones dabei nach Erachten der Analysten nicht nur von der Entwicklung in den Märkten mit der höchsten regionalen Nähe wie Deutschland und Europa profitieren, sondern insbesondere von den Entwicklungen in den restlichen Ländern der Welt, die durchweg ein höheres Wachstumspotenzial versprechen würden. Auch wenn mit der steigenden Weltbevölkerung und dem zunehmenden Wohlstand und Bildungsniveau in den Emerging Markets die Konkurrenz steige (insbesondere aus China), so erwarte man vom Weltmarktführer doch einen gehörigen Anteil an dieser Entwicklung. Gerade im oberen Leistungssegment seien die Anforderungen an die Technik sehr hoch und würden eine lange Erfahrung in der Konstruktion, Aufstellung und Wartung erfordern.

Im laufenden Geschäftsjahr könne mit dem Kostensenkungsprogramm Conversion ein Umsatzrückgang von etwa 20% ausgeglichen werden. Im Rahmen dieses Programms würden sich die Personalmaßnahmen auf die Freisetzung von Leiharbeitern (über 800), den Abbau von Überstunden sowie der Einführung von Kurzarbeit beschränken. Laut eigenen Aussagen habe Krones im ersten Halbjahr knapp 66 Mio. EUR eingespart. Im zweiten Halbjahr werde sich die Summe noch erhöhen, so dass durch das Sparprogramm "Conversion" nun 130 Mio. EUR bis 150 Mio. EUR statt vorher 80 Mio. EUR bis 100 Mio. EUR eingespart werden sollten.

Allerdings könnten auch die höheren Einsparungen im zweiten Halbjahr nicht verhindern, dass sich die bisher angesammelten Verluste ausweiten würden, was auch im hohen Preiskampf begründet sei. Die Gesellschaft habe zuletzt verkündet, dass die Talsohle erreicht sei. Gerade in Westeuropa sowie im Inland gebe es klare Erholungstendenzen. Für 2010 erwarte die Gesellschaft, analog zu dem bisherigen Szenario der Analysten, wieder steigende Umsätze (BHLe: +2%) sowie eine Rückkehr in die Gewinnzone.

Härtere Maßnahmen habe die Gesellschaft bis jetzt noch nicht eingeführt, da sie sich von der alle vier Jahre stattfindenden Leitmesse drupa ein positives Signal für die Branche verspreche. Sollte dieses Signal wirklich kommen, dann habe die Gesellschaft alles richtig gemacht. Der Zeitpunkt der Messe hätte schlechter liegen können, denn durch die zuletzt besseren Konjunkturindikatoren sollte sich die Stimmung zumindest besser darstellen, als sie in den letzten zwölf Monaten gewesen sei. Sollte es allerdings nicht die erhofften Impulse geben, so sei auch Krones gezwungen, die Kapazitäten längerfristig und somit auch die Stammmannschaft zu reduzieren.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bewerten die Krones-Aktie unverändert mit dem Rating "halten" und erhöhen ihr Kursziel von 28,00 EUR auf 33,00 EUR. (Studie "MDAX-Guide Herbst 2009" vom 01.09.2009) (01.09.2009/ac/a/d)




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